Freiberg – Von der Bergstadt zur Universitätsstadt – Altstadt Hotel Freiberg

Freiberg – Von der Bergstadt zur Universitätsstadt

Freiberg - Von der Bergstadt zur UniversitätsstadtFreiberg liegt zwischen Dresden und Chemnitz in der Mitte des Freistaates Sachen. Rund 800 Jahre lang wurde Freiberg hauptsächlich durch den Bergbau und die Hüttenindustrie geprägt, bis sie sich ab 1969 durch einen Strukturwandel zu einem hochtechnologischen Standort entwickelte. Heute steht der historische Kern der Stadt unter Denkmalschutz.

Die Bergstadt Freiberg wird gegründet

In der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde in Sachsen ein Großteil des Urwalds gerodet und Waldhufendörfer angelegt. Eines dieser Dörfer war Christiansdorf, in dessen Nähe eine große Menge silberhaltiger Bleierze entdeckt wurde. Schnell gründete sich um 1170 Freiberg und überflügelte in seiner Größe alteingesessene Städte wie Leipzig. Die Oberstadt um Obermarkt und Petrikirche entstanden in den 1180er-Jahre. Um 1260 erfolgte die Gründung einer Stadtschule, die Anfang des 16. Jahrhunderts zu einer Lateinschule umgewandelt wurde. Das Freiberger Bergrecht wurde um 1300 niedergelegt. Mitte der 1300er-Jahre kam es zu einem Rückgang der Silberproduktion. Großbrände im letzten Viertel des Jahrhunderts verstärkten den Eindruck einer krisengeschüttelten Zeit. Freiberg verlor durch Abwanderung und weitere Großbrände seine führende wirtschaftliche Position an Leipzig. In den Quellen wird um 1400 erstmals eine Knappschaft genannt. Freiberg zählte dennoch weiterhin zu den führenden Bergstädten. Seit dem 13. Jahrhundert bis 1556 war sie Münzstätte der Wettiner. Im 16. Jahrhundert wurden neue Silberbergbauanlagen und Hüttenwerke gebaut. Metall- und Kunsthandwerk wie auch die Wissenschaften blühten auf. Im 19. Jahrhundert wurde die industrielle Entwicklung durch die Anbindung an das deutsche Schienennetz beschleunigt.

Die Universitätsstadt Freiberg entsteht

1765 wurde die Bergakademie Freiberg als zweite montanwissenschaftliche Hochschule weltweit gegründet. Sie war eine zentrale Ausbildungsstätte für Bergleute. Nach der Wiedervereinigung 1990 erfolgte eine Neugestaltung der baulichen und rechtlichen Infrastruktur der Bergakademie. Forschungen und Lehre in der Halbleitertechnik führten dazu, dass sich führende Unternehmen der Halbleiterindustrie ansiedelten. Geowissenschaften und Werkstoffwissenschaften sind neben den Umweltwissenschaften herausragende Fachbereiche der TU. Die TU Bergakademie Freiberg wurde so zu einer modernen, ökologischen Hochschule. Als Ressourcenuniversität konzentriert sie sich auf eine umfassende Rohstoffsicherung. Im Mittelpunkt stehen Material, Energie und Umwelt. Einzigartig in Deutschland ist der Studiengang der Industriearchäologie. International ausgerichtet sind heute die Studiengänge „International Management of Resources and Environment“ und „International Business in Developing & Emerging Markets“.

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